{"id":842,"date":"2016-03-07T12:22:29","date_gmt":"2016-03-07T10:22:29","guid":{"rendered":"https:\/\/schwarzrund.wordpress.com\/?p=842"},"modified":"2023-12-16T17:28:59","modified_gmt":"2023-12-16T16:28:59","slug":"nerodiversity-und-freundschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schwarzrund.de\/?p=842","title":{"rendered":"Neurodiversity und Freundschaft"},"content":{"rendered":"<p>Freund*innenschaften sind ein schwieriges Ding, wenn das Denken einer der beiden nur auf Selbsthass beruht. Freundschaften werden noch schwieriger wenn es bei beiden so ist.<\/p>\n<p>Freundschaften sind ein Gef\u00fchl tiefster Verbundenheit wenn das Denken beider Personen auf Selbsthass basiert.<\/p>\n<p>Wenn die eigene Weltsicht sich nur darin erdet den eigenen Wert zu verkennen.<br \/>\nWenn andere Menschen wertvoll sind weil sie einem darin zustimmen oder es wenigstens nicht in Frage stellen.<br \/>\nWenn nur jene vertrauensw\u00fcrdig scheinen die dies mit einem Teilen, ich wei\u00df nicht ob dus wert bist.<\/p>\n<p>Wenn all dies<br \/>\nKn\u00fcpfungspunkt ist.<br \/>\nVerkn\u00fcpfungspunkt.<br \/>\nIst.<\/p>\n<p>Wenn das Bekenntnis so vieler \u00bbich mag dich\u00ab bei mir nur wie das erste Indiz der L\u00fcge klang.<br \/>\nAls ich lernte<br \/>\nAn jedem gebrochnenen Herzen<br \/>\nDas dem nicht so sein muss.<br \/>\nAls ich dir sagte<br \/>\nAls du mir sagtest<br \/>\nWas unsere Freundschaft bedeutet<br \/>\nWar das kein Beginn<br \/>\nEs klang in der Sekunde wie ein Ende<br \/>\nEs h\u00e4tte klingen sollen<br \/>\nWie ein Anfang<br \/>\naber<br \/>\nEs war<br \/>\nEin<br \/>\nEnde<\/p>\n<p>F\u00fcrs erste.<br \/>\nEin Ende, f\u00fcrs erste.<br \/>\nDenn ich lernte es ja mit den Jahren<br \/>\nIch lernte<br \/>\nLektion 1: In 9 von 10 F\u00e4llen haben\u00a0 Menschen keinen Nutzen davon mich anzul\u00fcgen wenn es ums m\u00f6gen geht<br \/>\nLektion 2: In 9 von 10 F\u00e4llen sind Menschen nicht weniger Wert weil sie einen Wert in mir erkennen<br \/>\nLektion 3: In 10 von 10 F\u00e4llen bereust du es wenn du Menschen gehen l\u00e4sst weil sie deine Pr\u00fcfungen nicht ertragen<\/p>\n<p>Der wichtigste Mensch war jener der mir sagte \u00bbDu bedeutest mir viel. Es gibt keinen Grund mich gegen Drachen k\u00e4mpfen zu lassen um dies zu beweisen, denn honey du bist nicht die Prinzessin und das macht dich so wertvoll denn wer mag schon monarchen?\u00ab<br \/>\nDer wichigste Mensch war nicht jener der diese Pr\u00fcfungen bestand, denn das geht nicht, sondern jener der ging.<\/p>\n<p>Ich will dieser Mensch f\u00fcr dich sein, auch wenn ich dich vielleicht dadurch verliere.<br \/>\nIch will das du lernst:<br \/>\nIn 10 von 10 F\u00e4llen ist dein Zweifel nach einem ich mag dich nur die Spanne zwischen deinem Selbstbild und dem was andere in dir sehen<\/p>\n<p>Ich will das Bild deiner selbst<br \/>\nbewegen<br \/>\ndas du dich magst,<br \/>\nich will dich m\u00f6gen d\u00fcrfen w\u00e4hrend wir befreundet sind<br \/>\nIch &#8211; will nich Spiele spielen um dich zu halten<br \/>\nich will gut zu dir sein weil du es verdienst.<\/p>\n<p>Ich will das du dir eingestehst das du dich verdienst.<br \/>\nUnd das kein Urteil ist, kein Laster, keine Strafe.<br \/>\nDass du Wert bist.<br \/>\nDass du nicht nur andere tragen kannst sondern getragen werden kannst.<\/p>\n<p>Ich will<br \/>\nDas weder ein freundliches<br \/>\nNoch freundschaftliches<br \/>\nNoch romantisches<br \/>\nIch liebe dich<br \/>\nweiterhin<br \/>\nNur als L\u00fcge in dir wiederklingt.<br \/>\nIch m\u00f6chte die kleinen Widerspr\u00fcche in dir f\u00fcttern die dem alten Spiel etwas entgegen setzen.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnschte so sehr du w\u00fcrdest das spiel schon bei mir durchbrechen.<br \/>\nDas spiel von:<br \/>\nK\u00e4lte&gt;Ann\u00e4herung &gt;Freundschaft&gt;Bekundigung der Zuneigung &gt;Argwohn&gt;Angst&gt;<br \/>\nSiebenAufgaben&gt;Misstrauen&gt;K\u00e4lte&gt;Versto\u00dfen werden&gt;Best\u00e4tigung deines Bildes<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnschte mir<br \/>\nDu w\u00fcrdest dich melden<br \/>\nMit dem Wunsch<br \/>\nEs anders zu machen<br \/>\nDas wir das gemeinsam hinkriegen<br \/>\nDas&#8230;<br \/>\nDoch das ist naiv.<br \/>\nDenn die sicherste Rolle f\u00fcr mich war die Einsame kalte betrogene Person<br \/>\nUnd diese Rolle steht mir doch so gut, hm?<br \/>\nUnd die Rolle steht dir doch so gut, hm?<\/p>\n<p>Aber unsere Freundschaft, die stand uns auch irgendwie<br \/>\nZiemlich gut.<br \/>\nUnser gemeinsames Lernen und Lehren<br \/>\nBefand sich<br \/>\nZwischen Angst und Vertrauen<br \/>\nUnd wir schafften das.<\/p>\n<p>Ich schrieb dir das ich gehe, und das h\u00f6rtest du.<br \/>\nIch beende die Nachricht mit Zuneigung, und das \u00fcberh\u00f6rtest du.<br \/>\nIch seh dich weiter rennen, ich sehe wer bleiben darf und wer gehen muss.<br \/>\nIch merke wie ich mir b\u00f6se bin<br \/>\nWeil ich ja wei\u00df was du wolltest<br \/>\nEin bisschen mehr mitspielen, ein bisschen mehr K\u00e4lte<br \/>\nDie Differenz zwischen dem was du in dir siehst<br \/>\nNichts<br \/>\nUnd dem was ich in dir sehe<br \/>\nWurde zu gro\u00df<br \/>\nDer einzige Weg den du mir gabst<br \/>\nWar dich ein bisschen zu hassen, nur ein wenig<br \/>\nDamit du das m\u00f6gen ertragen kannst<\/p>\n<p>Es tut mir leid, das will ich nicht.<br \/>\nIch will dich m\u00f6gen d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Ich will Fehler machen k\u00f6nnen<br \/>\nIch will das du Fehler machst<br \/>\nIch w\u00fcnschte wir w\u00fcrden uns danach dann beibringen<br \/>\nDass das nicht von unserem Selbsthass best\u00e4tigt<\/p>\n<p>Ich will<br \/>\nSovieles.<\/p>\n<p>vorallem<br \/>\nJene brechen die dich gebrochen haben<br \/>\nDie dir dies beibrachten<br \/>\nDie es verst\u00e4rkten<br \/>\nJene die es mitspielten<br \/>\nOder mitspielen<br \/>\nEs bequem fanden<br \/>\nDas du keine Zeichen der Zuneigung brauchst<br \/>\nIch will:<\/p>\n<p>Das du willst! Ich will das du es nicht als Last, sondern als Minimum ansiehst, das du einforderst was du verdienst, schon seit jahren seit immer.<\/p>\n<p>Du sagtest mal zu mir<br \/>\nDas ich die Standards f\u00fcr deine anderen Freundschaften verdammt nach oben geschraubt habe<br \/>\nDu sagtest auch<br \/>\nDas dich das verunsichert.<br \/>\nDu sagtest, dass du darauf lange gehofft hast.<\/p>\n<p>Du hast damit auch f\u00fcr mich einen Standard gesetzt.<br \/>\nDu willst<br \/>\nDas ich ihn unterschreite, das ich nun doch mitspiele, deinen Selbsthass ein wenig umarme weil er dir doch so lieb geworden ist.<br \/>\nUnd das schlimme: Ich versteh dich.<br \/>\nWeil ich lange Zeit auch nur jene Liebte die meinen Selbsthass wenigstens ein wenig f\u00fctterten.<br \/>\nDenn sie sahen mich so wie ich mich sah.<br \/>\nEs passte besser.<\/p>\n<p>Jezt habe ich Menschen<br \/>\nBei denen dies nicht passt.<br \/>\nEs passt einfach nicht.<br \/>\nEs zieht und zerrt diese Differnz zwischen dem Eigen und dem Ihrigen Bild<br \/>\nUnd nur in dieser Spannung<br \/>\nBewegt sich mein Eigenbild<br \/>\nHin zu einem EIGENbild<br \/>\nWeg von der Verachtung gegen mich und jene die mich lieben<br \/>\nHin zu einem Eigen<br \/>\nHin zu meinem.<\/p>\n<p>Ich hoffe, du siehst die Spannung,<br \/>\nIch hoffe sie zieht dich weg<br \/>\nVon deinem Selbsthass<br \/>\nhin<br \/>\nZu deinem<br \/>\nEigen.<\/p>\n<p>Denn<br \/>\nIch kenn vielleicht nur ein paar wenige Seiten<br \/>\naber<br \/>\nGlaub mir<br \/>\nEs ist so verdammt sch\u00f6n<\/p>\n<p>Ich kenn dich nicht in g\u00e4nze aber glaub mir<br \/>\nDu bist so verdammt wertvoll<\/p>\n<p>Als man mir sagte das Schmerzhafteste sei<br \/>\nZu sehen<br \/>\nWie wenig ich mich sehe<br \/>\nWeil ich damit einen der tollsten Menscnhen verpasse<br \/>\nFand ich das kitschig<br \/>\nUnd unn\u00f6tig<\/p>\n<p>Nun f\u00fchle ich genau das.<br \/>\nImmer wieder in Freundschaften.<br \/>\nIch m\u00f6chte dich dir vorstellen<br \/>\nIch m\u00f6chte am liebsten ein peinlich arrangiertes Date ausmachen<br \/>\nBei dem dir garnichts anderes \u00fcbrig bleibt<br \/>\nAls dich ein wenig in dich zu verlieben<\/p>\n<p>Meine Nachricht war kein Abschied<br \/>\nEs war eine Verweigerung<br \/>\nMeine Nachricht<br \/>\nWar ein bisschen Hoffnung<br \/>\nMeine Nachricht<br \/>\nKlang in deinen Ohren sicher nur wie eine Best\u00e4tigung<br \/>\nMeine Nachricht ging nicht nur an dich<br \/>\nAuch an mein vergangenes Ich.<br \/>\nManchmal, kommt es noch wieder<br \/>\nSchneit herrein und schaut ob es sich setzen darf<br \/>\nUnd ich sage ihm<\/p>\n<p>Was ich dir sagte<\/p>\n<p>Hey du<br \/>\nIch merke deine unsicherheit was uns angeht<br \/>\nLeider kann ich das z. Zt. Nicht h\u00e4ndeln<br \/>\nIch w\u00fcnsche dir alles gute und vllt stehts ja irgendwann bei uns beiden besser<br \/>\nSo das wir uns wieder ann\u00e4hern k\u00f6nnen<br \/>\nIch hab dich lieb<\/p>\n<p>Und ich h\u00e4tte dir erkl\u00e4ren sollen, das dieser Text nicht an dich geht<br \/>\nSondern an deinen Selbsthass<\/p>\n<p>Und du antwortest<\/p>\n<p>\u00bbich habe damit gerechnet\u00ab<\/p>\n<p>Und ich wollte antworten<\/p>\n<p>Aber tat es nicht.<\/p>\n<p>Denn die antwort w\u00e4re gewesen<br \/>\n\u00bbIch w\u00fcnschte, das h\u00e4ttest du nicht, denn dann w\u00e4re es nicht passiert\u00ab<\/p>\n<p>Wir sind meister<br \/>\nDer Selbsterf\u00fcllenden Prophezeihung<br \/>\nUnd sosehr es auch unser Ego st\u00e4rken mag<br \/>\nDas wir vorhersehen wann Menschen gehen<br \/>\nIst dies eigentlich<br \/>\nNichts besonderes<br \/>\nWenn wir sie doch eigenh\u00e4ndig<br \/>\nAus der T\u00fcr bef\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Rechnen ist halt sicherer wie f\u00fchlen<br \/>\nRechnen ist halt auch einfacher<br \/>\nRechnen ist Halt<\/p>\n<p>Rechnen<br \/>\nIst wirklich nicht mein Ding<\/p>\n<p>Rechnen ist auch wirklich nicht dein Ding<\/p>\n<p>Wir schreiben, weil schreiben f\u00fchlen statt rechnen ist<\/p>\n<p>Wir f\u00fchlen weil Berechnendes gruselig ist<br \/>\nUnd Klischee<br \/>\nUnd \u00fcberhaupt.<\/p>\n<p>Ich rechnete mir dir weil es sich richtig anf\u00fchlte<br \/>\nDu berechnetest mich weil das F\u00fchlen nicht nummerisch ist<br \/>\nDu ordnest Menschen Funktionen zu<br \/>\nSagtest du<br \/>\nUnd das du das nicht mehr willst<br \/>\nUnd doch beendetest du es mit \u00bbich habe damit gerechnet\u00ab<br \/>\nF(x)= ich hoch<br \/>\nWas wei\u00df ich<\/p>\n<p>Weil es gewohnt ist.<br \/>\nIch will<br \/>\nDas du deine Gewohnheit durchbrechen lernst<br \/>\nDamit am Ende<br \/>\nMenschen wieder zu dir kommen d\u00fcrfen<br \/>\nTrotz ihrer Zuneigung<br \/>\nDamit ich<br \/>\nAm Ende<br \/>\nWieder zu dir darf<br \/>\ntrotz<br \/>\nDer gemeinsamen<br \/>\nZuneigung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Freund*innenschaften sind ein schwieriges Ding, wenn das Denken einer der beiden nur auf Selbsthass beruht. 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