{"id":1480,"date":"2017-11-17T09:02:52","date_gmt":"2017-11-17T08:02:52","guid":{"rendered":"http:\/\/schwarzrund.de\/?p=1480"},"modified":"2023-12-16T17:45:13","modified_gmt":"2023-12-16T16:45:13","slug":"1480-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schwarzrund.de\/?p=1480","title":{"rendered":"The Bridge called my back detaillierte Review"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-1482 alignleft\" src=\"http:\/\/schwarzrund.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/WIN_20171117_08_27_15_Pro.jpg\" alt=\"WIN_20171117_08_27_15_Pro\" width=\"259\" height=\"259\" srcset=\"https:\/\/schwarzrund.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/WIN_20171117_08_27_15_Pro.jpg 718w, https:\/\/schwarzrund.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/WIN_20171117_08_27_15_Pro-150x150.jpg 150w, https:\/\/schwarzrund.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/WIN_20171117_08_27_15_Pro-300x300.jpg 300w, https:\/\/schwarzrund.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/WIN_20171117_08_27_15_Pro-50x50.jpg 50w\" sizes=\"(max-width: 259px) 100vw, 259px\" \/>Derzeit lese ich This Bridge Called my Back- Writing by radical Women of Color &#8211; jeden Tag 10 Seiten oder ein Gedicht! Da ich meinen morgen mit Routinen strukturiere-und aufs Lesen das schreiben folgt, werde ich hier Gedanken festhalten. Vielleicht bekommt ihr ja dadurch Lust alte und neue Klassiker mitzulesen? Vorher las ich die Verschriftlichung von James Baldwin- I am not Your Negro, jeden Tag 10 Seiten, das scheint zu klappen. Ein paar Infos gibt es auf <a href=\"https:\/\/www.goodreads.com\/book\/show\/313110.This_Bridge_Called_My_Back\">Goodreads<\/a> zu This Bridge Called my Back, ich verlasse mich aber darauf, dass das Buch sich mir selbst vorstellt. Ich habe die Ausgabe von 1983, es gibt viele Vorworte die ich bereits vor einiger Zeit gelesen habe. Alle denkbaren Textformen sind im Buch vertreten, bisher kenne ich nur die englische Ausgabe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>16.11.17 Preface <\/strong><\/p>\n<p>Gerade geht es ja viel um die Diskussion der Rolle von Lesben in LGBTQAI \/queer. Erst mit dem leidigen Blogpost der M\u00e4dchenmannschaft, welcher aus trans und\/oder Schwarzer Perspektive bereits vielschichtig kritisiert wurde, dann mit dem neuen Reisser des Querverlages (Lesben raus. aha.).\u00a0 Nun sto\u00dfe ich direkt wieder auf diese Thematik, erfrischender wei\u00dfe aber ebennicht aus wei\u00dfer Perspektive-juchey! Cherrie\u00a0 Moraga berichtet auf Seite 14 davon,wie sie von einem wei\u00df-dominierten Lesben-treffen nachhause f\u00e4hrt:<\/p>\n<blockquote><p>I hear there are some women in this town planing a<em> lesbian<\/em> revolution. What does this mean about the boy shot in the head is what i want to know. I am a lesbian. I want a movement that helps me make some sense of the tripfrom Watertown to Roxbury, from white to Black.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich denke das ist der Link, der mir die ganze Zeit in den Debatten fehlte. Das beklagen, dass lesbische politische Anliegen zu leise, ungeh\u00f6rt usw. sind schmerzt, wenn aus deiner Position in der Gesellschaft und in gequeerten R\u00e4umen wei\u00dfe Lesben mit wei\u00dfen cis-normativen Sch\u00f6nheitsprivilegien unertr\u00e4glich laut sind, es ist schwer, einen Schritt zur\u00fcckzutreten, aus dem Fokus der angeblichen Sichtbarkeit, wenn meine identit\u00e4ten (Pan, Femme, Schwarz; Fett) bereits den R\u00fccken in der Wand haben und nicht Sichtbar sind. Keine fertigen Gedanken hier, nur das Gef\u00fchl das ein Buch aus dem Jahr 1986 micheher mit denkt wie der wei\u00dfe Feminismus 2017, denn es benennt Latina sein, es geht um Chicanas, spanischsprachige Kulturen und Klassismus.<\/p>\n<p><strong> 17.11.17 Donna Kate Rushin -The Bridge Poem<\/strong><\/p>\n<p>Weiter ging es dann mit dem Gedicht von Donna Kate Rushin auf Seite 21 The Bridge Poem. Ich sas schnipsend daheim, weil ich jedem einzelnen Buchstaben gratulieren wollte. &#8222;Dort, wo du stehst, ist es genau richtig, wow!&#8220; In dem zweiseitigen Gedicht geht es darum, dass mensch als Schwarze Feministin st\u00e4ndig der einen Community erkl\u00e4ren muss warum eine andere Community wertzusch\u00e4tzen ist, neben der eh schon st\u00e4ndigen Notwendigkeitkeit sich zu erkl\u00e4ren. Sie benennt eben diese \u00dcbersetzung als &#8222;Bridge&#8220; Br\u00fccke, die sie ungewollt darstellt.<\/p>\n<blockquote><p>I do more translation<\/p>\n<p>than the Gawdamn U.N.<\/p>\n<p>Forget it<\/p>\n<p>I&#8217;m sick of it<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich finde dieses Gedicht ja eh schon wunderbar, aus rein technischen Gesichtspunkten (uhhh meine lieblingsstruktur-lass es mich laut vorlesen!) aber au\u00dferdem auch Impulsgebend f\u00fcr jetzige Diskurse rund um Femmecare, also die Frage wer welche Arbeiten innerhalb von zwischenmenschlichen Beziehungen und innerhalb von Communities \u00fcbernimmt.<\/p>\n<blockquote><p>I am sick<\/p>\n<p>of having to remind you<\/p>\n<p>to breathe<\/p>\n<p>(&#8230;)<\/p>\n<p>I must be the bridge to nowhere<\/p><\/blockquote>\n<p>Au\u00dferdem geht es in dem Gedicht auch um die Frage nach Tokenism, wie Schwarze K\u00f6rper die Br\u00fccke darstellen zwischen &#8222;langweiligen wei\u00dfen&#8220; und &#8222;woken wei\u00dfen&#8220; und das weiterhin gilt: hinter jeden politisch coolen wei\u00dfen Person stehen Schwarze Femmes deren Aufwand und verbrauchte Ressourcen nicht gesehen werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>19.11.17<\/p>\n<p><strong>Introduction<\/strong><\/p>\n<p>In der einf\u00fchrung wird zun\u00e4chst erkl\u00e4rt, dass der Impuls f\u00fcr das Buch entstand aus einer Intervention gegen eine wei\u00dfe feministische Self Care Woche, welche anhand von rassistisch gepr\u00e4gtem Klassismus (das buch verwendet die Selbstbezeichnung third-world-women)\u00a0 Ausschl\u00fcsse produzierte. Dieser brief endete bereits mit den Worten:<\/p>\n<blockquote><p>We want to create a definition that expands what &#8222;feminist&#8220; means to us.<\/p><\/blockquote>\n<p>Dies wurde dann zum leitspruch des Buches. im weiteren wird die Arbeitsweise am Buch erl\u00e4utert, dieses entstand unter extrem pr\u00e4karisierten Bedingungen.<\/p>\n<blockquote><p>we have sorely learned why so few women of color attempt this kind of project &#8211; no money to fall back on.<\/p><\/blockquote>\n<p>sie berichten davon wie sie, als herrausgeberinnen, aber eben auch die Autor*innen damit k\u00e4mpften neben 3 Jobs und femmecare arbeit die Zeit zum Schreiben zu finden, also Poesie als luxusvorwurf? N\u00f6, das w\u00e4re diesem Buch einfach mal viel zu schlicht.<\/p>\n<blockquote><p>Some of us do not see\u00a0 ourselves as writers, but pull the pen across the page anyway or speak with the power of poets.<\/p><\/blockquote>\n<p>Dieses Zitat erinnerte mich gleich an den sp\u00e4ter entstandenen Aufatz von Audre Lorde, Poetry is not a Luxury (Poesie ist kein Luxus, 2 seitig, englisch, <a href=\"https:\/\/makinglearning.files.wordpress.com\/2014\/01\/poetry-is-not-a-luxury-audre-lorde.pdf\">hier<\/a> nachzulesen). zu Schreiben kann eine \u00fcberlebensnotwendige Strategie sein, Geschriebenes anderer hat mir schon verdammt oft das Leben gerettet!<\/p>\n<p><strong>The Roots of our Radicalism<\/strong><\/p>\n<p>Beginnt zun\u00e4chst mit einer einseitien Texteinf\u00fchrung in den Abschnitt. Und w\u00e4hrend in Deutschland 2015 Leute denken die Debatte um Shadeism und Colorism erfunden zu haben, berichtet dieser alte Scm\u00f6cker davon in einem ganz eigenen Kapitel, ha! Es geht um die differenzierte Erfahrung in einem rassistischen System, jeh nachdem wieviel weiter entfernt vom wei\u00dfen Sch\u00f6nheitsideal Mensch of Color \/ Schwarze Menschen kolonial eingeordnet werden. Es geht um Haarstruktur, how dark\/lihtskin you are und wie sehr, oder eben nicht dies ein Hinweis darauf ist wie mensch sozialisiert wurde. Das eben auch light-skin personen in einem Schwarzen Eklternhaus gro\u00dfgewiorden sein k\u00f6nnen, nebst Geschwistern die Shadeism erfahren.<\/p>\n<p>Es geht also um vielschichtige komplexe Verletzungen und Privilegien innerhalb von Communities. Zun\u00e4chst mit einigen Gedichten, den Anfang macht Nellie Wong, chinese-us-anmerikanerin.Sie wurde innerhalb der wei\u00dfen Norm und der chinesischen Sch\u00f6nheitsnorm als &#8222;too dark&#8220; makiert als Kind, <strong>Das Gedicht &#8222;When I Was Growin Up<\/strong>&#8220; berichtet von der Sehnsucht wei\u00df sein zu wollen, integriert und unmakiert in Ablenung der eigenen Identit\u00e4t, wie sie sich danach sehnte nicht als eine der anderen gelesen zu werden, weil of asian decent nur verbunden wurde mit negativen Eigenschaften. Sie berichtet wie leute versuchten sie einzuordnen in Natonalit\u00e4ten die nicht die ihren waren.<\/p>\n<p>Mein Lieblingsabsatz besch\u00e4ftigt ich mit Begehrenspolitiken:<\/p>\n<blockquote><p>When i way growing up and a white men wa<\/p>\n<p>to take out, I thouht I was special,<\/p>\n<p>an exotic gardenia, anxious to fit<\/p>\n<p>the stereotype of a oriental chick<\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mary hope lee\u00a0 berichtet in ihrem <strong>Gedicht &#8222;on not bein&#8220; <\/strong>von dem Begehren, Dark skin sein zu wollen ,davon wie es ist Schwarz sozialisiert zu sein aber zu hell, als das dies gesehen werden w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Sie berichtet davon, wie es war wei\u00df-sein zu begehren, gesagt zu bekommen &#8222;fast wei\u00df zu sein&#8220; und doch nie in einer wei\u00dfen Gruppe einblenden zu k\u00f6nnen, st\u00e4ndig makiert als nicht-ganz und doch zu-sehr.<\/p>\n<p>Ein Liebesgedicht an ihre dark-skin Schwestern, wie auch eine kritische Analyse dieser eigenen Sehnsucht. das gedicht endet mit einem Epilog:<\/p>\n<blockquote><p>The man she married\/cuz he was the first to ask\/her bein afraid no body else would\/said he thought he was gonna hafta marry hisself white cuz\/he couldn find him no colored girl was\/in-teli-gent-e-nufff\/ but with her bein the next best thing to white &#8230;<\/p><\/blockquote>\n<p>Zwei gedichte, die sich unfasbar erweitern und vervollst\u00e4ndigen\u00a0 durch ihre N\u00e4he im Buch. In der Einleitung artikulieren die Autorinnen den Wunsch danach, das ihr Buch rezipiert werden soll in feministischen wei\u00dfen R\u00e4umen, in Unis und in andere aktivistischen Zusammenh\u00e4ngen. Can we please make that happen? es w\u00e4re so, so wichtig!<\/p>\n<p>21.11.2017<\/p>\n<p><strong>Gedicht &#8222;For the Color of My Mother&#8220; und Essay &#8222;G\u00fcera&#8220; von Cherrie Moraga<\/strong><\/p>\n<p>Die Autorin ist eine lesbische, queere Chicana mit light-skin Privilegien. Zun\u00e4chst ist ihr Gedicht zu finden, danach einige andere Texte, dann folgt das Essay. Ich fasse beides zusammen, weil es thematisch ineinandergreifr, es geht darum, dass sie meist das Privileg genie\u00dft, wei\u00df gelesen zu werden, ihre Mutter, die dark-skin chicana ist, hat au\u00dferdem wert darauf gelegt sie zu anglosaxophonisieren- sprachlich wie kulturell.<\/p>\n<p>der Abschlussatz des Gedichtes steckt wie ein Klo\u00df im Hals:<\/p>\n<blockquote><p>they cradle her silence<\/p>\n<p>nodding to me<\/p><\/blockquote>\n<p>In dem essay erkl\u00e4rt sie n\u00e4her, wie sie unbewusst die Machtdifferenz zwischen sich und ihrer Familie navigiert hat. Ihre Mutter ist eine Chicana die seit dem 14ten Lebensjahr die familie durchbrachte, ihr Vater wei\u00dfer US-Amerikaner. F\u00fcr Chriie Moraga ist chicana-sein vorallem verbunden mit Familie, Sprache und einem Verst\u00e4ndnis von Liebe. Doch das dies ihr Privileg ist, lernte sie erst sp\u00e4t. Lane negierte sie die Differenz zwischen sich und jenen die shadistisch benachteidigt werden, ihre pale-skin erm\u00f6glichte ein einblenden in die wei\u00dfe Gesellschaft, verlangte ihr aber zugleich durch internalisierten Rassismus und Klasskismus sich und ihre Familie zu verachten. Sie berichtet davon, wie sie zwar nicht wegen ihres Chicana seins auf der Stra\u00dfe verpr\u00fcgelt wird, aber eben weil sie eine Lesbe ist. Und das es darin trotzdem eine Differnz gibt, die die wei\u00dfe lesbische, wei\u00dfe schwule und wei\u00dfe Frauenbewegung verkennt. &#8222;We need a new language&#8220; fordert sie, eine die Differnzen in Unterdr\u00fcckung erkennt ohne zu bewerten und Erfahrungen abzuerkennen. Sie beschreibt, wie sie \u00fcberlegte ob sie in der Anthologie, die ja nur von third-world-women gestaltet werden sollte, mitschreiben k\u00f6nne. Und das eben diese \u00dcberlegung, diese M\u00f6glichkeit des Abwegens ihr Privileg rahmt, sie verf\u00fcgt \u00fcber einen Endscheidungsraum, der abnderen verwehrt wird.<\/p>\n<p>Sie skizziert den oppressors nightmare als die Ankn\u00fcpfungsf\u00e4higkeit an jene, die er untedr\u00fcckt, also die Angst teile in sich zu haben von dem was er als dark einf\u00e4sst. Dark, so zeigt sie auf, ist nicht nur durch race und class negativ aufgeladen sondern auch im Bezug auf die Vulva, die als dunkel und verschlingend abgewertet wird.<\/p>\n<p>Sie beschreibt, wie hetero- und -ich w\u00fcrde es so lesen- cis sexismus bis in die lesbischen Communities hiein wirken und ihr verunm\u00f6glichten diese communities zu kritisieren. Frau-sein wurde hier anhand von wei\u00df-sein und einer klaren butch\/femme zugeh\u00f6rigkeit, wlche starr und unbeweglich sind, konstruiert, sie als chicana, als gequeere femme\/butch wurde aktiv herrausgedacht, also so verunsichert in der Gruppenzugeh\u00f6rigkeit, das sie sich nie traute aufzulehnen.<\/p>\n<p>Hier zieht sie Paralellen zu dem erlebten in der Schulzeit, in der sie st\u00e4ndig anhand von clss\/race geade genug verunsichert wurde um sich in der Klassengemeinschaft aufzulehnen, die Macht des &#8222;Mitdenkens&#8220; aber nicht &#8222;Mitmeinens&#8220; wird erst recht hohnvoll durch die Beschwerden wei\u00dfer Feministinnen,\u00a0 dass Women of Color nicht Teil ihrer Arbeitsgruppen seuien wollen, das sie ja wirklich, wirklich alles versucht h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Was fp\u00fcr ein Text, er liest sich wie eine Antwort auf derzeitige Diskzrse, dabei sagt sie selbst, sie reagiere auf Diskzrse aus dem Jahr 1979. Wow.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Entering the Lives of others -Theory in the Flesh<\/strong><\/p>\n<p>Das Essay von Moraga ist Teil dieses Abschnittes, wurde aber oben besprochen.<\/p>\n<p>Dieser Abschnitt startet mit einem anonymen einleitenden einseitigen Text und geht dann \u00fcber in ein Gedicht von Genny Lim. Es geht um viel auf der einen Seite, darum wie eine Theorie des Fleisches, statt der kolonialen Wissenschaften deren Zweck ist eine Legitimation f\u00fcr die Gewalt gegen Personen of Color zu konstruieren. Die Theorie des Fleisches ist wohl das, was heute als decolonial Studies verhandelt wird, aber noch greifbarer beim ersten Lesen. Is geht um das, was das Fleisch f\u00fchlt, erf\u00e4hrt, durchmacht. Dies soll der Grundstein von Wissensreflektion sein, das Ziel? das Heilen der Wunden der Unterdr\u00fcckten!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Weiter geht es mit dem zweiseitigen Gedicht von<strong> Genny Lim &#8222;Wonder Women&#8220;, <\/strong>Genny Lim ist of Chinese decent und schreibt \u00fcber die Differnz an Erfahrungen von Frau-sein zwischen race, class, Gewalterfahrungen in Beziehungen, Fettsein und anderen Faktoren. Dar\u00fcber wie scheierig es ist, allianzen zu bilden mit Frauen die abgesehen von Sexismus alle Privilegien haben, die denkbar w\u00e4ren, deren Erfahrungsschatz so anders is zu jenen, die nicht mit dem silbernen Mund im L\u00f6ffekl geboren wurden.<\/p>\n<p>&#8222;I wonder&#8220; schreibt sie wieder und wieder, und fragt sich, ob diese reichen Menschen ebenso Angst haben, ob sie wiederrum zu privilegiert ist um dinge zu teilen mit Frauen in Gef\u00e4ngnissen.<\/p>\n<p>Die Frage des Gedichtes ist, ob unsere Arme lang genug sind, um die weite Differnz an Lebenserfahrungen von Frauen mit einer einzigen Umarmung mit einzuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>28.11.17 Mitsuye Yamada: invisibility is an Unnatural Disaster: Reflection of an Asian american Woman<\/strong><\/p>\n<p>Dieses Essay verhandelt auf sechs Seiten die Geschichte japanischer Einwanderer in der USA &#8211; viel, viel inhalt auf so wenig Zeilen. Desswegen heute auch nur 6 Seiten im Buch- denen m\u00f6chte ich n\u00e4mlich gerecht werden. Yamada berichtet vom eigenen politischen, akativistischen Werdegang und wie Stereotype diese beeinflussten. Sie steigt ein mit der Beschreibung eines Seminares, das sie leitete. Wei\u00dfe Studierend wmp\u00f6rten sich dass &#8222;nun&#8220; selbst Asian americans w\u00fctend rechte einfordern, auf mehrfache Nachfrage erkl\u00e4rte eine wei\u00dfe Studierende:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;It made me angry. Their anger made me angry, because I didn&#8217;t even know Asian Americans felt oppressed. I didn&#8217;t expect their anger.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Aufgrund dieser Aussage betrachtet Yamada ihren eigenen Aktivismus, wie sie \u00fcber Jahrzehnte versucht hatte durch Partizipation ohne Makierung von diskriminierung Widerstand zu leisten und dabei so leise wurde, dass das subversive potential dessen g\u00e4nzlich verloren ging, wie selbst ihre Widerst\u00e4ndigkeit verschwand zwischen Rassismus und Sexismus, dem Bild der Asian Women als unterw\u00fcrfig und unf\u00e4hig die Gesellschaft zu beeinflussen.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte nicht zuviel vorweg nehmen, dahei sei nur gesagt, dass sie darauf eingeht wie die concentration canmps das Leben ihrer Eltern und ihr eigenes beeinflussten, Ihre Eltern waren Issei- also selbst miriert in die USA, sie und ihr Bruder\u00a0 Nisei, die zweite Generation welche in der USA geeoren wurde. Die Diskriminierung die beide Generationen erfuhren waren sosehr von staatlicher Seite ausge\u00fcbt, dass die Grenze zwischen Gottgegebenem Ungl\u00fcck (z.B. Hurricanes) und Menschen gemachtem Ungl\u00fcck (z.B. zwischenm\u00e4nschliche Unterdr\u00fcckung) verflo\u00df.<\/p>\n<blockquote><p>&#8220; I have for too long a period of time accepted the opinion of others (even though they were directly affecting my life) as if they were objective events totaly out of my control. Because I seperated such options from the persons who were making them, I aacepted them the way I accepted natural disasters; and I endured them inevitable.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>und genau daraus resultierte die Unsichtbarkeit, die ihre Wiederst\u00e4ndigkeit unbemerkbar lie\u00df.Sie endet mit der Aufforderung lauter, w\u00fcteder zu werden und damit umgehend zu lernen dass dies als untypisch makiert wird, denn &#8222;Invisibilty is not a natural state for anyone&#8220;.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>02.12.17 Anita Valerio: It&#8217;s in My Blood, My Face &#8211; My Mother&#8217;s Voice, The Way I Sweat<\/strong><\/p>\n<p>Weiter geht es mit 5 seiten long-hand Writing von Valerio, einer Blackfoot-Chicana. Der Text f\u00fchlt sich an wie eine \u00fcberlegte Antwort auf die Frage, wie ihre Verbindung heute zu den Reservaten ist. Sie berichtet von ihrem letzten Aufenthalt dort, wie nah und zugleich fern sie sich den Traditionen f\u00fchlte, wie sehr die verschiedenen Lesarten der Legende um okan, dem Sonnentanz und der G\u00f6ttin, repr\u00e4sentieren wie sie sich f\u00fchlt im Bezug auf ihr emanzipatorisches Frau und ganz speziell Lesbe sein innerhalb einer patriachalen Kultur, die aber auf einem Matriachat beruht.<\/p>\n<p>Sie berichtet davon, wie ihr schon als junges M\u00e4dchen klar wurden, dass ihre Zuneigung f\u00fcr ein anderes M\u00e4dchen keinen Raum finden w\u00fcrde, nicht wegen explizit homofeindlichen Aussagen, sondern weil es ausschlie\u00dflich erfragt wurde, wann sie einen Freund haben w\u00fcrde und wann sie mit ihm Kinder kriegen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Auch berichtet Valerio davon, dass sie einen Weg mit den Geistern suchte um zu transitionieren, um Pr\u00e4sident werden zu k\u00f6nnen, um eine Frau ehelichen zu d\u00fcrfen, wie nach Jahren des erfolglosen bittens sie diesen Wunsch aufgab.<\/p>\n<p>Es geht in dieser Erz\u00e4hlung um etwas, das mich aufatmen lies: es gibt sie, die Erz\u00e4hlungen von mixed-race Personen ohne das wei\u00df und westlich teil davon ist.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem spricht sie an wie gerne sie Teile der Blackfoot Kultur sich wieder aneignen w\u00fcrde wie die Sprache und kulturelle Praxen, sich aber nicht traut, weil die Distanz so gro\u00df ist zwischen dem was sie ist und dem was vermutet wird.<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Wenn ihr m\u00f6gt, steigt doch ein! Ihr k\u00f6nnt in der Kommentarspalte auch gerne eure Gedanken zu dem Buch teilen \ud83d\ude42 M\u00f6ge mein &#8222;Lies mich&#8220; Regal endlich leerer werden -schlie\u00dflich warten da drau\u00dfen noch so, so viele B\u00fccher darauf verschlungen zu werden!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Derzeit lese ich This Bridge Called my Back- Writing by radical Women of Color &#8211; jeden Tag 10 Seiten oder ein Gedicht! Da ich meinen morgen mit Routinen strukturiere-und aufs Lesen das schreiben folgt, werde ich hier Gedanken festhalten. Vielleicht bekommt ihr ja dadurch Lust alte und neue Klassiker mitzulesen? 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