12 Gedanken zu BlackLivesMatter – Gastbeitrag von body mary

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1. Es tut mir Leid, liebe Schwarze Menschen, dass ihr heute zur Arbeit/Schule/Universität gehen müsst und das sich eure nicht Schwarzen   Arbeitskolleg_Innen nur über ihr entspanntes Wochenende unterhalten.

2. Seit 500 Jahren gibt es einen anhaltenden Völkermord an den Leben Schwarzer Menschen.

3. Wieviele weitere Schwarze Menschen müssen sterben damit ihr versteht, dass es keinen friedlichen Protest für Freiheit und Gerechtigkeit in einem ungerechten System gibt?

4. Die französische Revolution war kein friedlicher Protest!

5. Als nicht Schwarze Menschen schreibt oder sagt nicht zu Schwarzen Menschen, dass jetzt die Zeit zum Handeln ist, denn dann habt ihr 500 Jahre Unterdrückung verschlafen.

6. Liebe nicht Schwarze Aktivist_Innen und Menschen euer Schweigen ist der Grund meines Tinnitus.

7. Liebe Aktivist_Innen asiatischer Herkunft #GeorgeFloyd wurde von einem weißen Polizisten getötet, der mit einer Frau asiatischer Herkunft verheiratet ist. Sein Kollege ist ein Mann asiatischer Herkunft, der bei dem Mord untätig dabeistand.

8. Alle Diskriminierungen sind miteinander verbunden und basieren auf Rassismus. Es gibt keine Diskriminierungsform, die Schwarzen Menschen ein Privileg zugestehen würde. KEINE! Deshalb ist jeder Aktivismus ohne antirassistisch zu sein, kein Aktivismus.

9.Die Bewegung soziale Gerechtigkeit wurde von Schwarzen Frauen*/Femmes gegründet.

10. Intersektionalität ist ein Konzept von Prof. Kimberlé Crenshaw, einer Schwarzen Frau. Intersektionalität ohne das Einbeziehen Schwarzer Frauen*/Femmes ist ein Missbrauch dieses Konzeptes.

11. Liebe nicht Schwarze „antirassistische“ Aktivist_Innen, wenn ihr in einer NGO oder anderen Organisation arbeitet und nicht mindestens zwei Schwarze Menschen bei euch arbeiten, seid ihr nicht antirassistisch. Tragt Verantwortung und gebt eure Jobs Schwarzen Expert_Innen!

12. Wenn Du als nicht Schwarzer „antirassistischer“ Mensch deinen Job behältst ohne das Du Schwarze Kolleg_Innen hast, dann bedienst Du weiterhin Rassismus und weiße Vorherrschaft. Denn die Annahme ist, dass Du besser in deinem Job wärst, als ein Schwarzer Experte?! Nimm auch wahr, wenn kein Schwarzer Mensch in deinem Team/Unternehmen/NGO arbeitet, in keiner Führungsposition ist und von regelmäßiger Lohnarbeit ausgeschlossen wird und arbeite aktiv daran diesen Umstand zu ändern. Ungerechtigkeiten abzubauen bedeutet Machtstrukturen zu ändern und Privilegien aufzugeben.

Dieser Beitrag wurde beeinflust von den Schwarzen Fetten Queeren Aktivist_Innen: @olavetalks @yzlm_ @nkweeny und @lahya_aukongo.
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Geschrieben von:

Maria González Leal |  Antidiskriminierungsberaterung mit intersektionaler Perspektive zu den Themen Antirassismus, Gewichtsdiskriminierung, Gender-/Sexual Identity und Feminismus. Body Marys Instragramseite

Booking: body.mary2014 at gmail.com


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